Zürich. Für ein internationales Modemagazin hat das Zürcher Label Hockerty Gianluca Vacchi eingekleidet – hellrosa Leinen-Zweireiher und blaue Leinen-Field-Jacket, beide nach Mass. Ein Massband kam beim Social-Media-Star nie zum Einsatz.

Passform aus drei Angaben

Grösse, Gewicht, Alter – daraus schätzt Hockertys digitales Körperprofil dreizehn Masse, von der Schulterbreite bis zur Schrittlänge. Trainiert wird das Verfahren seit über zehn Jahren mit anonymisierten Daten aus Hunderttausenden Bestellungen.

Die Werte erscheinen an einem 3D-Abbild und sind vor der Bestellung einzeln korrigierbar; Fotos sind optional, das Profil bleibt gespeichert. Bei Vacchi war es genauso – ohne Anprobe, ein Exemplar je Stück.

Gianluca Vacchi trägt Hockerty für XMAG #66. Fotografie: Laura Chapman.

Sein Fazit

Fotografiert für XMAG nahe Bologna, im rosa Zweireiher am Lavendelfeld: „Zum ersten Mal trage ich etwas, das nicht mir gehört, aber es gefällt mir, es ist, als wäre es mir auf den Leib geschneidert.“ (im Original auf Spanisch)

Design zuerst

Vor dem Mass steht die Gestaltung. Im 3D-Konfigurator folgen auf den Stoff – Loro Piana, Vitale Barberis Canonico, F.lli Cerruti – Schnitt, Revers, Taschen, Futter, Knöpfe, Nähte und Initialen. Die virtuelle Anprobe zeigt den Look vor der Produktion.

Fertigung nach Bestellung

Keine Lagerware: zugeschnitten nach dem Kauf, genäht in Shanghai, Schuhe in Spanien. Rund zwei Wochen in die Schweiz, der rosa Leinen-Blazer für CHF 337. Die Perfect Fit Guarantee sichert die Passform. Seit 2008 mit Teams in Zürich, Barcelona und Shanghai zeigt Hockerty: Das Mass entsteht aus drei Zahlen.

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